Masern oder Röteln? Was sind die Unterschiede?

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Masern oder Röteln? Was sind die Unterschiede?

Masern (französisch rougeole) und Röteln (rubéole) werden oft verwechselt – dabei unterscheiden sie sich in vielerlei Hinsicht: Vom verursachenden Virus über die Schwere des Verlaufs bis hin zu den möglichen Komplikationen. Besonders wichtig ist der Unterschied in der Schwangerschaft, denn eine Rötelninfektion kann beim ungeborenen Kind schwere Schäden hinterlassen. In diesem Artikel zeigen wir übersichtlich, worin sich Masern und Röteln unterscheiden – und warum beide Erkrankungen trotz Impfmöglichkeit nicht unterschätzt werden sollten.

Der Unterschied zwischen Masern und Röteln (Französisch: rougeole vs. rubéole) liegt in mehreren Aspekten: Erreger, Krankheitsverlauf, Symptome, Gefährlichkeit und vor allem: Folgen in der Schwangerschaft.

  

Erreger

Krankheit Erregertyp
Masern Masernvirus (Paramyxovirus)
Röteln Rötelnvirus (Togavirus)

   

Ansteckung und Inkubation

Aspekt Masern Röteln
Ansteckung Sehr hoch (Tröpfcheninfektion) Hoch, aber etwas weniger als bei Masern
Inkubationszeit 8–14 Tage

  

Krankheitsverlauf und Symptome

Symptom/Phase Masern Röteln
Allgemeinzustand Schwerer Verlauf, starkes Krankheitsgefühl Oft mild, manchmal unbemerkt
Fieber Hoch (bis 40 °C)
Hautausschlag Grobfleckig, beginnt hinter Ohren
Weitere Symptome Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, Koplik-Flecken
Komplikationen Häufig und gefährlich (Lungenentzündung, Gehirnentzündung, SSPE)

  

Gefahr in der Schwangerschaft

Krankheit Masern Röteln
Wirkung auf Ungeborenes Risiko für Frühgeburt oder Fehlgeburt Sehr hohes Risiko für schwere Schäden: Fehlbildungen des Herzens, der Augen, des Gehörs oder des Gehirns (sog. Rötelnembryopathie)

  

Impfung

  • Beide Krankheiten sind durch den MMR-Impfstoff (Masern, Mumps, Röteln) abgedeckt.

  • Zwei Dosen reichen für einen lebenslangen Schutz.

  

Zusammenfassung in einem Satz

  • Masern sind viel ansteckender und verlaufen meist schwerer, mit häufigen Komplikationen.

  • Röteln verlaufen meist mild, sind aber extrem gefährlich für ungeborene Kinder, wenn eine Schwangere sich infiziert.

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