Masern (französisch rougeole) und Röteln (rubéole) werden oft verwechselt – dabei unterscheiden sie sich in vielerlei Hinsicht: Vom verursachenden Virus über die Schwere des Verlaufs bis hin zu den möglichen Komplikationen. Besonders wichtig ist der Unterschied in der Schwangerschaft, denn eine Rötelninfektion kann beim ungeborenen Kind schwere Schäden hinterlassen. In diesem Artikel zeigen wir übersichtlich, worin sich Masern und Röteln unterscheiden – und warum beide Erkrankungen trotz Impfmöglichkeit nicht unterschätzt werden sollten.
Der Unterschied zwischen Masern und Röteln (Französisch: rougeole vs. rubéole) liegt in mehreren Aspekten: Erreger, Krankheitsverlauf, Symptome, Gefährlichkeit und vor allem: Folgen in der Schwangerschaft.

| Krankheit | Erregertyp |
| Masern | Masernvirus (Paramyxovirus) |
| Röteln | Rötelnvirus (Togavirus) |
| Aspekt | Masern | Röteln |
| Ansteckung | Sehr hoch (Tröpfcheninfektion) | Hoch, aber etwas weniger als bei Masern |
| Inkubationszeit | 8–14 Tage |
14–21 Tage
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| Symptom/Phase | Masern | Röteln |
| Allgemeinzustand | Schwerer Verlauf, starkes Krankheitsgefühl | Oft mild, manchmal unbemerkt |
| Fieber | Hoch (bis 40 °C) |
Mäßig oder gar nicht
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| Hautausschlag | Grobfleckig, beginnt hinter Ohren |
Fein-fleckig, beginnt im Gesicht
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| Weitere Symptome | Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, Koplik-Flecken |
Leichte Lymphknotenschwellung im Nacken, Gelenkschmerzen bei Erwachsenen
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| Komplikationen | Häufig und gefährlich (Lungenentzündung, Gehirnentzündung, SSPE) |
Selten schwer, aber sehr gefährlich in der Schwangerschaft
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| Krankheit | Masern | Röteln |
| Wirkung auf Ungeborenes | Risiko für Frühgeburt oder Fehlgeburt | Sehr hohes Risiko für schwere Schäden: Fehlbildungen des Herzens, der Augen, des Gehörs oder des Gehirns (sog. Rötelnembryopathie) |
Beide Krankheiten sind durch den MMR-Impfstoff (Masern, Mumps, Röteln) abgedeckt.
Zwei Dosen reichen für einen lebenslangen Schutz.

Masern sind viel ansteckender und verlaufen meist schwerer, mit häufigen Komplikationen.
Röteln verlaufen meist mild, sind aber extrem gefährlich für ungeborene Kinder, wenn eine Schwangere sich infiziert.