Gürtelrose: Achtung, Grosseltern!

Unser Experte
Gürtelrose: Achtung, Grosseltern!

Ein kleines, rotes Knötchen, das brennt, ein stechender Schmerz, der wie unsichtbar unter der Haut verläuft, und dann kleine Bläschen… Das könnte Gürtelrose sein. Diese Krankheit, oft sehr schmerzhaft, betrifft vor allem Erwachsene ab 50 Jahren. Für Grosseltern ist es wichtig, sie zu kennen: Nicht nur, weil sie wertvolle Momente mit den Enkelkindern trüben kann, sondern auch, weil sie verhindert oder abgeschwächt werden kann, wenn man schnell reagiert. Schon eine einfache Vorsichtsmassnahme oder ein rechtzeitiger Arztbesuch kann den Unterschied machen.

Was ist Gürtelrose?

Die Gürtelrose wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst – dasselbe Virus, das bei Kindern Windpocken verursacht.

  • Wenn man Windpocken bekommt: Das Virus zirkuliert im Blut, verursacht den Hautausschlag und verschwindet nach Abklingen der Krankheit nicht.
  • Wo es sich versteckt: Es bleibt „schlummernd“ in den Nervenknoten nahe dem Rückenmark oder dem Gehirn.
  • Warum es sich reaktiviert: Jahre später kann eine Schwächung des Immunsystems (Müdigkeit, Stress, Krankheit, Alter…) oder der Kontakt mit einem Kind, das Windpocken hat, das Virus wieder aktivieren.
  • Wie es wirkt: Das Virus vermehrt sich erneut, folgt diesmal aber dem Verlauf eines Nervs bis zur Haut. Dort verursacht es einen lokalen, schmerzhaften Ausschlag, meist nur auf einer Körper- oder Gesichtshälfte.

  

  

Warum Grosseltern besonders aufmerksam sein sollten

Kleine Kinder bekommen immer noch regelmässig Windpocken, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen (Kita, Schule). Für Grosseltern, die bereits Windpocken hatten, ist es eine Freude, ihre Enkel zu sehen – aber auch ein kleines, verstecktes Risiko: Der durch den Kontakt „geweckte“ Virus kann eine Gürtelrose auslösen.
Gürtelrose ist nicht nur lästig: Sie kann anhaltende Nervenschmerzen (postzosterische Neuralgie) verursachen, manchmal über Monate, und ernste Komplikationen, wenn Auge oder Ohr betroffen sind.

Wie kann man sich schützen?

  • Das Immunsystem stärken
    Ausreichend schlafen, sich ausgewogen ernähren, regelmässig körperlich aktiv sein.
    Lernen, Stress zu bewältigen.
  • Ansteckungsrisiken reduzieren
    Direkten Kontakt mit den Bläschen eines Kindes mit Windpocken bis zur vollständigen Genesung vermeiden.
  • Schnell auf erste Anzeichen reagieren
    Lokalisierte Schmerzen, Brennen oder Kribbeln, gefolgt von einem Ausschlag nur auf einer Körperseite = sofort einen Arzt aufsuchen (Antiviralia wirken am besten, wenn sie innerhalb von 72 Stunden eingenommen werden).
  • Sich über die Impfung informieren
    Es gibt einen Impfstoff gegen Gürtelrose, der in bestimmten Fällen empfohlen wird, besonders ab 65 Jahren.

Merke

Gürtelrose ist die Reaktivierung eines alten Virus, das seit den Windpocken im Körper schlummert.
Mit einem gesunden Lebensstil, Vorsicht im Umgang mit kranken Kindern und einem schnellen Arztbesuch bei Symptomen kann man das Risiko verringern und die wertvollen Momente mit den Enkelkindern bewahren.

Adressen

Andere Adressen

A lire

Unsere Partner