Ein früher Vermögensaufbau bietet Eltern die Möglichkeit, langfristige finanzielle Sicherheit für die ganze Familie zu schaffen. Vor allem die Absicherung und Unterstützung der Kinder rücken dabei in den Fokus. Wenn man frühzeitig beginnt, strukturiert vorgeht und auf geeignete Anlageformen setzt, kann man Schritt für Schritt ein stabiles Vermögen aufbauen, welches den Kindern später als finanzielle Grundlage dient.
Die Definition klarer Ziele stellt den ersten Schritt dar. Ob finanzielle Unterstützung für die Ausbildung, der Wunsch nach Eigenkapital für die erste Wohnung oder ein finanzielles Polster für unvorhergesehene Ereignisse – der Anlagehorizont entscheidet über die Auswahl geeigneter Finanzprodukte. Ein langfristiger Zeithorizont ermöglicht es, auch auf renditestärkere, aber volatiler behaftete Anlagen zu setzen, da kurzfristige Schwankungen besser ausgeglichen werden.
Sobald der Vermögensaufbau für Kinder im Mittelpunkt steht, rücken Aspekte wie Stabilität, Flexibilität und ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis in den Vordergrund. Eine breit gestreute Anlagestrategie ist zu bevorzugen, um das Risiko einzelner Kursverluste zu minimieren. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass die Anlässe für Verfügbarkeit mit dem Lebenslauf des Kindes harmonieren, beispielsweise mit dem Schulabschluss oder dem Beginn einer Berufsausbildung.

Zur Auswahl stehen zahlreiche Anlageformen, die sich für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Besonders bewährt haben sich Produkte, die einen Kapitalerhalt mit potenzieller Rendite kombinieren.
Beispiele sicherer und bewährter Geldanlagen umfassen:
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Anlageform |
Risiko-Niveau |
Renditechancen |
Verfügbarkeit |
Eignung für langfristige Ziele |
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Sparbuch / Festgeldkonto |
Sehr gering |
Niedrig |
Hoch |
Eingeschränkt |
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Fondsbasierter Sparplan |
Mittel |
Mittel bis hoch |
Mittel - hoch |
Hoch |
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ETF-Depot |
Mittel - hoch |
Hoch |
Mittel |
Hoch |
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Kapitalversicherung für Kinder |
Gering |
Mittel |
Gering (gebunden) |
Hoch |
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Mischfonds / Vermögensverwaltung |
Mittel |
Mittel |
Mittel |
Hoch |
Bereits in jungen Jahren lassen sich auf den Namen des Kindes eigene Konten oder Depots eröffnen. Dies ermöglicht einen steuerlich vorteilhaften Vermögensaufbau, da Kinder meist keine oder nur geringe Einkünfte haben. Kapitalerträge bleiben bis zum jeweiligen Freibetrag steuerfrei. Zudem bieten solche Konten eine klare Trennung zwischen Familien- und Kindervermögen.
Wichtig ist, dass die Eltern als gesetzliche Vertreter über die Anlagegeschäfte wachen. Gleichzeitig bleibt das Geld rechtlich Eigentum des Kindes, was bei einer späteren Verwendung zu beachten ist.
Die Zeitspanne bis zur geplanten Auszahlung beeinflusst die Entscheidung deutlich. Bei einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren eignen sich beispielsweise ETFs auf global diversifizierte Indizes, da diese erfahrungsgemäss langfristig Wertsteigerungen erzielen. Je näher jedoch der Auszahlungszeitpunkt rückt, desto mehr sollte das Portfolio in risikoarme Anlageklassen umgeschichtet werden, um Wertverluste zu vermeiden.

Kontinuierliches Sparen bildet die Basis eines nachhaltigen Vermögensaufbaus. Selbst kleine monatliche Beträge führen bei langer Laufzeit zu nennenswerten Summen. Automatisierte Sparpläne oder Daueraufträge erleichtern die Umsetzung, da sie den Prozess von emotionalen Entscheidungen unabhängig machen.
Beispielhafte Sparentwicklung bei monatlichen Einzahlungen von 100 Franken über 18 Jahre:
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Sparbetrag / Monat |
Laufzeit |
Durchschnittliche Jahresrendite |
Endbetrag (gerundet) |
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100 CHF |
18 Jahre |
1 % |
23'500 CHF |
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100 CHF |
18 Jahre |
3 % |
26'400 CHF |
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100 CHF |
18 Jahre |
5 % |
30'500 CHF |
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100 CHF |
18 Jahre |
7 % |
35'500 CHF |
Online-Zugänge, App-gestützte Depots und digitale Vermögensverwaltungen sorgen für mehr Transparenz und Kontrolle. Eltern können so tagesaktuell den Stand der Anlagen einsehen und flexibel reagieren. Zudem bieten einige Anbieter individuelle Sparziele und automatische Rebalancing-Funktionen.
Beim langfristigen Sparen ist es notwendig, inflationsbereinigte Renditen zu kalkulieren. Produkte mit hoher Sicherheit, aber niedriger Verzinsung, führen langfristig zu einem Kaufkraftverlust. Auch steuerliche Aspekte wie der Zinseszins-Effekt bei steuerfreier Reinvestition sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
Geldgeschenke von Grosseltern oder anderen Verwandten lassen sich gezielt in die Sparstrategie einbinden. Geburtstage, Taufen oder Schulabschlüsse bieten Anlässe, um einmalige Beträge auf das Kinderkonto zu überweisen oder Fondsanteile zu erwerben. Diese Einmalzahlungen wirken sich bei früher Anlage besonders positiv auf die Endsumme aus.
Bei Anlageformen im Namen des Kindes ist es ratsam, alle Regelungen zur Verfügbarkeit und Verwendung schriftlich festzuhalten. So lässt sich vermeiden, dass das Vermögen zu einem frühzeitigen Zeitpunkt zweckentfremdet wird. Bei Unsicherheiten bieten Finanzberater eine fundierte Unterstützung, um die richtige Balance zwischen Sicherheit und Rendite zu finden.
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