Finanzielle Schwierigkeiten und Überschuldung betreffen viele Menschen in der Schweiz und können schnell zu grossem Druck führen. Rechnungen stapeln sich, das Monatsbudget reicht nicht aus, und die Sorgen um die finanzielle Zukunft nehmen zu.
Die Folgen unbezahlter Schulden sind gravierend: Einträge im Betreibungsregister, Lohnpfändungen oder Einschränkungen beim Zugang zu Wohnraum und Arbeit können das Leben stark belasten.
Glücklicherweise gibt es in der Schweiz zahlreiche Hilfsangebote: Fachstellen für Schuldenberatung, kantonale Sozialdienste und Organisationen wie Caritas unterstützen bei Budgetplanung, Verhandlungen mit Gläubigern und Entschuldung. Dieses Dossier zeigt auf, welche Wege aus der Überschuldung existieren, welche Vorsorgemöglichkeiten sinnvoll sind und wo Betroffene professionelle Hilfe finden können.
Viele Menschen in der Schweiz geraten in eine finanzielle Notlage. Wichtig ist, rechtzeitig zu handeln und professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
Wer offene Schulden nicht bezahlt, muss früher oder später mit einer Betreibung rechnen. Gläubiger leiten in der Regel ein Verfahren beim Betreibungsamt ein. Die Konsequenzen sind erheblich:
Überschuldung hat somit weitreichende finanzielle und soziale Folgen.
Zuerst sollte geprüft werden, ob das aktuelle Budget einen Schuldenabbau zulässt.
Wenn ja:
Wenn nein:
Wichtig: Nehmen Sie keinen neuen Konsumkredit auf, um alte Schulden zu bezahlen. Das verschärft die Situation meist zusätzlich.
Ein Privatkonkurs erfordert ein Gesuch beim zuständigen Gericht sowie eine Kostenvorschusszahlung.
Ein realistisches Budget schafft Transparenz über Einnahmen und Ausgaben. Besonders in prekären Situationen ist eine sorgfältige Budgetplanung unerlässlich:
Die Unterstützung durch eine Fachperson (z. B. Schuldenberatung oder Sozialdienst) ist dabei sehr hilfreich. Frühzeitiges Handeln verhindert zusätzliche Kosten wie Verzugszinsen oder weitere Betreibungen.
Gemäss Erhebungen des Bundesamts für Statistik leben Hunderttausende Menschen in der Schweiz in finanziell kritischen Verhältnissen. Besonders betroffen sind:
Überschuldung entsteht häufig durch:
In allen Kantonen gibt es anerkannte Schuldenberatungsstellen sowie Sozialdienste, die Unterstützung anbieten:
Viele Beratungen sind kostenlos oder einkommensabhängig.
Bleiben Sie mit Ihren Schulden nicht allein. Je früher Sie Unterstützung suchen, desto grösser sind die Chancen, Ihre finanzielle Situation zu stabilisieren und wieder eigenständig planen zu können.
Wenn Sie in der Schweiz verschuldet bist, gibt es mehrere offizielle und seriöse Hilfsstellen, die Sie kostenlos oder günstig unterstützen. Hier sind die wichtigsten Anlaufstellen:
Spezielle Beratung für Menschen mit Behinderungen
Unterstützung für Personen ab 60 Jahren
Viele Gemeinden und Kantone bieten kostenlose Rechtsberatung an.
Wichtig:
Falls du deine Miete oder Krankenkasse nicht mehr zahlen kannst:
Wichtiger Hinweis
Meide kommerzielle „Schuldenregulierer“, die hohe Gebühren verlangen. Seriöse Beratungsstellen sind gemeinnützig.
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