Die Zahl der Demenzerkrankungen nimmt kontinuierlich zu. Demenz ist eine fortschreitende Krankheit, die so individuell und unterschiedlich ist, wie die einzelnen Betroffenen. Vertraute Umgebung, individuelle Betreuung und liebevolle soziale Beziehungen können die Lebensqualität eines erkrankten Familienmitglieds enorm verbessern. Doch die Unsicherheit ist gross. Wie lange können Patient/innen im eigenen Haushalt leben und wann ist der Zeitpunkt gekommen, Hilfe durch einen Pflegedienst zu suchen?

Menschen mit Demenz sind im Alltag häufig überfordert. Schon kleine Veränderungen ihrer täglichen Abläufe, wie ein Besuch der Enkel, bringen sie aus der Balance. Je nach Fortschreiten der Krankheit müssen Angehörige ständig neue Lösungen und Strategien finden, damit Patient/innen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Zuhause leben können. Für demente Senior/innen ist das gewohnte Umfeld ein besonders wichtiger Faktor. Hier können sie ihre normalen Tagesabläufe nach dem eigenen Rhythmus gestalten und sich dafür so viel Zeit nehmen, wie sie benötigen. Dies fördert das Selbstbewusstsein der Patient/innen und verringert die Verwirrung und Wut, die so oft mit Demenz einhergehen. Demenzerkrankungen führen häufig zu einem Verlust der Persönlichkeit. Die Erkrankten ahnen oft, dass sie sich auf irgendeine Weise verändern. Dieses Wissen führt zu einem Gefühl von Kontrollverlust und Frustration. Hinzu kommen zunehmend Schwierigkeiten, die eigenen Gedanken und Emotionen auszudrücken. Alles, was zu diesem Zeitpunkt die eigene Identität und Erinnerungen stärkt, wie Bilder, vertraute Räume und die gewohnten Möbel, verbessert trotz der Beeinträchtigung die Lebensqualität und das Wohlbefinden.
Mit fortschreitender Demenz verlieren Betroffene häufig die nötigen Fähigkeiten, um ihre alltäglichen Aktivitäten auszuführen (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft). Sie sind dann nicht mehr in der Lage, sich selbst ausreichend zu versorgen. Für Angehörige ist es nicht leicht, den Zeitpunkt herauszufinden, an dem ein Pflegedienst eingeschaltet werden sollte. Auch bei einer professionellen Betreuung sollte die Autonomie der demenzkranken Menschen weitgehend gewahrt bleiben. Hilfe sollte nur in dem Masse gewährt werden, wie sie erforderlich ist. Mehr Informationen über die 24h Betreuung finden Sie beim Betreuungs Spezialisten. Die Pflege in den eigenen vier Wänden hat für Menschen, die dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind, viele Vorteile:
Viele Menschen leben im Alter allein. Ob Demenzpatient/innen zu Hause oder in einem Pflegeheim betreut werden, hängt individuell vom Gesundheitszustand ab. Ist die Betreuung zu Hause nicht mehr möglich, empfiehlt sich die stationäre Versorgung durch professionelles Fachpersonal. Pflegekräfte unterstützen rund um die Uhr bei den alltäglichen Aktivitäten und ermöglichen es dementen Personen, soweit wie möglich an sozialen Interaktionen teilzunehmen. Malen oder Musizieren in kleinen Gruppen hilft gegen Isolation und Vereinsamung, die so häufig in Verbindung mit Demenz stehen.